Wildlebensraumberatung
Landwirtschaftsschüler pflanzen Vogelschutzhecke in Isen

Semester Gruppenbild

27 Schülerinnen und Schüler des ersten Semesters der Landwirtschaftsschule Erding haben in Isen eine neue Vogelschutzhecke gepflanzt. Die Aktion fand im Rahmen des Unterrichtsfachs Naturschutz und Landschaftspflege statt und setzt die erfolgreiche Kooperation zwischen Landwirtschaftsschule (LWS), dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) sowie der Wildlebensraumberatung (WLB) am AELF fort.

„Im Unterricht behandeln wir die Bedeutung von Hecken in der Kulturlandschaft und die relevanten Förderprogramme. Heute zeigen wir den Studierenden auch die praktische Umsetzung“, erklärt Dr. Franziska Müller-Waldeck, Wildlebensraumberaterin und Lehrkraft.

Personen stehen auf einer Wiese
Warum Hecken so wertvoll sind
Hecken gelten als „Königinnen der Biodiversitätsmaßnahmen“. Sie bieten Nahrung, Schutz, Brutplätze und Winterquartiere für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Arten wie der Neuntöter sind sogar auf bestimmte Heckensträucher angewiesen. Darüber hinaus prägen Hecken das Landschaftsbild, brechen den Wind, schützen Böden vor Austrocknung und tragen zum Biotopverbund bei.
Auch historisch waren Hecken wichtige Nutzstrukturen: Sie lieferten Holz, Früchte, Windschutz und dienten als natürliche Zäune. Viele dieser Funktionen sind heute für Klima, Landwirtschaft und Naturschutz erneut von großer Bedeutung.
Bedeutung der Förderung des Staatsministeriums
Ermöglicht wurde die Pflanzung durch Förderprogramme des Staatsministeriums.

Besonders wichtig sind dabei:

  • KULAP I88 – Anlage von Struktur- und Landschaftselementen fördert bis zu 80 % der Kosten für Neuanpflanzungen.
  • KULAP K88 – Flächenbereitstellung nach der Pflanzung;
    Unterstützung bis zu fünf Jahre nach Anlage der Hecke
  • KULAP I80 – Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen;
    Förderung der fachgerechten Pflege, damit Hecken ihre ökologische Funktion langfristig behalten.

Regelmäßige Pflegeschnitte sind entscheidend, denn ungepflegte Hecken vergreisen, verkahlen innen und verlieren wertvolle Lebensräume.

Personen stehen auf einer Grünfläche zusammen
Blick nach vorn: Weitere gemeinsame Projekte
Die erfolgreiche Heckenpflanzung zeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen LWS, LBV und WLB funktioniert – sowohl organisatorisch als auch fachlich. Die Partner möchten diese Kooperation weiter ausbauen.
Geplant sind zusätzliche gemeinsame Projekte, die Biodiversität fördern, junge Landwirte praxisnah schulen und zeigen, wie wirkungsvoll staatliche Agrarumweltförderungen in der Fläche eingesetzt werden können.

Projekte der Wildlebensraumberatung