Am AELF Ebersberg-Erding
Neue Ansprechpartnerin für Moorbodenschutz

Eine Frau steht vor einem Schild

Verstärkung für den Klimaschutz im Landkreis: Am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ebersberg-Erding ist seit Kurzem Sophia Fenninger als neue Fachberaterin für „Klimaschutz durch Moorbodenschutz“ tätig. Sie steht Landwirtinnen und Landwirten sowie allen Interessierten als Ansprechpartnerin rund um Moorbodenschutz und das Moorbauernprogramm zur Verfügung.

Die gebürtige Münchnerin hat Geoökologie in Bayreuth sowie Umweltwissenschaften mit dem Schwerpunkt Böden und Landnutzungsänderung in Wien und Stuttgart studiert. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit Treibhausgasemissionen aus Agroforstsystemen. „Ich freue mich, meine fachlichen Erfahrungen nun direkt in der Region einbringen zu können“, so Fenninger, die ihre Arbeit als KliMo-Beraterin im Sachgebiet Landwirtschaft vor wenigen Tagen aufgenommen hat.

Böden verlieren an Substanz
Im Amtsgebiet Ebersberg-Erding liegen rund 28.850 Hektar innerhalb der Moorbodenkulisse (GLÖZ 2), davon werden etwa 21.500 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Viele dieser Flächen wurden früher entwässert, um sie landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Durch die fortschreitende Zersetzung des Torfes verlieren die Böden jedoch jährlich an Substanz und sinken um ein bis vier Zentimeter ab. Langfristig kann dies die Bewirtschaftung erheblich einschränken. Laut KliMoBay-Abschlussbericht (2023) könnten rund 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Moorböden in den kommenden 30 Jahren nicht mehr wie bisher genutzt werden.
Moorböden eine wichtige Rolle
Auch für den Klimaschutz spielt der Umgang mit Moorböden eine wichtige Rolle. Obwohl nur etwa vier Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bayern auf organischen Böden liegen, verursachen drainierte Moorböden rund 24 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen. Eine moorschonende Bewirtschaftung bietet daher ein großes Einsparpotenzial.
Klimaschutz erreichen - Nutzung der Flächen sichern
Um sowohl die Klimaschutzziele des Freistaats Bayern zu erreichen als auch die langfristige Nutzung der Flächen zu sichern, wurde das Moorbauernprogramm aufgelegt. Es unterstützt Landwirte finanziell beim Umstieg auf eine moorschonende Bewirtschaftung. Im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) stehen derzeit mehrere Fördermaßnahmen zur Verfügung, etwa die Umwandlung von Acker in Dauergrünland, die Bewirtschaftung von nassem oder wiedervernässtem Grünland sowie der Anbau von Paludikulturen.
Die aktuelle Antragsrunde läuft seit Anfang Januar 2026 und endet am 24. Februar 2026. Landwirtinnen und Landwirte mit Moorflächen, die ihre Böden langfristig erhalten und weiterhin nutzen möchten, können sich am AELF Ebersberg-Erding beraten lassen.

Ihre Ansprechpartnerin am AELF Ebersberg-Erding

Sophia Fenninger
AELF Ebersberg-Erding, Dienstsitz Erding
Dr.-Ulrich-Weg 4, 85435 Erding
Telefon: 08122 480-1222

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