Bildungsprogramm Wald 2026
Mit Wissen den Wald fit für die Zukunft machen

sieben Waldbesitzer/-innen stehen im Wald und sehen sich mit dem Förster einen Baum anZoombild vorhanden

© Christiane Arnold

34 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer aus den Landkreisen München, Ebersberg, Erding und Freising haben das Bildungsprogramm Wald (BiWa) des AELF Ebersberg-Erding erfolgreich abgeschlossen. In Online-Modulen und Praxisterminen im Wald eigneten sie sich wichtiges Wissen an, um ihre Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und fit für die Herausforderungen des Klimawandels zu machen.

„Viele Waldbesitzende wollen ihren Wald aktiv gestalten – wissen aber oft nicht genau, wie sie anfangen sollen. Mit dem Bildungsprogramm Wald geben wir ihnen das nötige Rüstzeug, damit sie ihren Wald nachhaltig und zukunftsfähig bewirtschaften können“, sagen die beiden Förster Bernhard Söllner und Gerrith Hinner vom AELF Ebersberg-Erding.

Zwei Kurse parallel durchgeführt

Das Bildungsprogramm wurde in diesem Jahr parallel für zwei Teilnehmergruppen angeboten. Während 18 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer aus den Landkreisen München und Ebersberg teilnahmen, absolvierten weitere 16 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer aus den Landkreisen Erding und Freising die Seminarreihe. Das Angebot richtet sich insbesondere an private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die bislang wenig Erfahrung in der Bewirtschaftung ihrer Waldflächen haben. Es vermittelt praxisnah die Grundlagen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und zeigt auf, wie Wälder an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden können.

Wissen in Theorie und Praxis

Bernhard Söllner und Gerrith Hinner organisierten und koordinierten die beiden Seminarreihen. Die fachliche Durchführung übernahmen gemeinsam die Revierleiterinnen und Revierleiter aus den beteiligten Landkreisen. Sie gestalteten die sechs Online-Module im Wechsel und begleiteten auch die vier Praxistermine vor Ort im Wald. In den Online-Einheiten vermittelten die Forstfachleute Grundlagen zu Themen wie Waldökologie, Waldbau, Forstrecht und Klimawandel. Anschließend konnten die Teilnehmenden ihr Wissen bei den Praxismodulen direkt im Wald anwenden.
Vor Ort diskutierten sie konkrete Fragestellungen zur Bewirtschaftung ihrer eigenen Wälder und erhielten Einblicke in unterschiedliche Waldbestände und deren Entwicklungsmöglichkeiten. Die enge Begleitung durch die örtlichen Revierleiterinnen und Revierleiter sorgte dabei für einen hohen Praxisbezug und viele Beispiele aus der täglichen forstlichen Arbeit.

Heimische Baumarten im Fokus

Beim abschließenden Kurstag stand die Bestimmung heimischer Baumarten im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden beschäftigten sich intensiv mit den Standortansprüchen, Pflegeeigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten verschiedener Baumarten. Rund 15 heimische Baumarten wurden dabei genauer betrachtet. Der lebhafte Austausch und die zahlreichen Fragen zeigten das große Interesse der Teilnehmenden an den Themen Waldpflege und Waldbau.

Positive Bilanz und Wünsche für die Zukunft

Besonders positiv bewerteten die Teilnehmenden die Kombination aus flexiblen Online-Einheiten und praktischen Übungen im Wald. Für künftige Kurse wünschen sie sich vor allem eine noch stärkere Vertiefung waldbaulicher Themen, ein eigenes Modul zum Waldschutz sowie darauf aufbauende Fortbildungsangebote. Mit dem erfolgreichen Abschluss der beiden Seminarreihen verfügen nun weitere 34 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer über fundiertes Wissen, um ihre Wälder aktiv, nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten.

Die Absolventen präsentieren ihre Urkunden nach erfolgreichen Abschluss der Seminarreihe.

© Christiane Arnold

Die Absolventen präsentieren ihre Urkunden nach erfolgreichen Abschluss der Seminarreihe.

© Christiane Arnold