Wildlebensraumberatung
Mehrjährige Blühflächen: Wertvolle Lebensräume im Rahmen von KULAP
Blühstreifen und Blühflächen sind wichtige Lebensräume in der offenen Kulturlandschaft. Feldlerche, Rebhuhn, Kiebitz, Feldhase und zahlreiche Insekten finden hier Nahrung, Deckung und Rückzugsräume. Über das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) unterstützt der Freistaat Bayern gezielt die Anlage und Pflege solcher ökologisch wertvollen Strukturen auf Ackerflächen.
Blühflächen werden mit artenreichen Saatgutmischungen eingesät und entwickeln sich über einen Zeitraum von ein bis fünf Jahren zu vielfältigen Lebensräumen. „Mehrjährige Blühflächen sind echte Allrounder für die Artenvielfalt“, erklärt Dr. Franziska Müller-Waldeck, Wildlebensraumberaterin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF).
Unscheinbar - jedoch ein wichtiger Aspekt
„Sie bieten Tieren ganzjährig Nahrung und Schutz und sorgen dauerhaft für Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft.“ Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bestände: Nach einer blütenreichen Anfangsphase prägen mehrjährige Kräuter und Gräser das Bild. Auch wenn die sichtbare Blühleistung abnimmt, bleibt der ökologische Wert hoch. Stehende Stängel und Halme dienen Insekten als Überwinterungsquartier, während Feldhasen, Rehe und Feldvögel Deckung und Nahrung finden. „Gerade im Winter wird der Nutzen dieser Flächen besonders deutlich. Was unscheinbar wirkt, ist für viele Arten ein wichtiger Rückzugsraum“, so Müller-Waldeck.
KULAP die Maßnahmen lohnen sich
Gefördert wird im Rahmen von KULAP die Maßnahme „56 – Mehrjährige Blühflächen“. Die Einsaat erfolgt im Frühjahr des ersten Verpflichtungsjahres mit Saatgut der Qualitätsblühmischungen Bayern (QBB). Während der fünfjährigen Verpflichtungsdauer bleiben die Flächen ungenutzt und werden nicht bearbeitet. Strukturaufwertungen wie Rohbodenstellen oder sogenannte Beetle Banks sind möglich, müssen jedoch vorab mit der Wildlebensraumberatung abgestimmt werden. Die Förderung beträgt je nach Ertragsmesszahl des Bodens zwischen 400 und 1.100 Euro pro Hektar und Jahr.
Blühflächen zeitlich gestaffelt anlegen
Besonders wirkungsvoll ist es, Blühflächen zeitlich gestaffelt anzulegen, sodass unter-schiedliche Entwicklungsstadien nebeneinander bestehen. Im Verbund mit weiteren Lebensräumen können sie ihre Wirkung in der Kulturlandschaft besonders gut entfalten. Rich-tig platziert bieten sie neben ökologischen Vorteilen auch betriebliche und produktionstechnische Nutzen. Geeignete Standorte sind möglichst frei von Problemunkräutern wie stumpfblättrigem Ampfer, Melde oder Ackerkratzdistel.
Wir beraten Sie gerne:
Betriebe, die Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt umsetzen möchten, können sich an Dr. Franziska Müller-Waldeck, Wildlebensraumberaterin am AELF Ebersberg-Erding, wenden. Sie berät zu Fördermöglichkeiten, unterstützt bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen und begleitet die fachgerechte Umsetzung.
Ihre Ansprechpartnerin Wildlebensraumberaterin
Dr. Franziska Müller-Waldeck
AELF Ebersberg-Erding
Herrnstraße 16
85368 Moosburg a.d. Isar
Telefon: 08122 480-1221
Mobil: 0152 23692407
Fax: 08122 480-1099
E-Mail: poststelle@aelf-ee.bayern.de
AELF Ebersberg-Erding
Herrnstraße 16
85368 Moosburg a.d. Isar
Telefon: 08122 480-1221
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E-Mail: poststelle@aelf-ee.bayern.de


