Das Betreuungszentrum Wasserburg ist ein Senioren- und Pflegeheim in Wasserburg am Inn mit den Möglichkeiten der Langzeit-, der Kurzzeit- und der Tagespflege.
In der hauseignen Küche werden täglich ca. 148 Bewohner und Mitarbeiter mit frischem Essen verpflegt.
Nochmal nahezu die gleiche Anzahl an Mittagessen wird an andere Einrichtungen des Trägers bzw. an Kitas in der Umgebung ausgeliefert.
Ziele und Veränderungen
Rahmen gestalten
Mit dem Start des Coachings Gemeinschaftsverpflegung wurde ein Essensgremium gegründet. Dieses Essensgremium hat alle Bereiche der Verpflegung beleuchtet, um diese im Sinne aller Beteiligten zu optimieren.
Ausgewogen verpflegen
Der Speiseplan-Check nach den Bayerischen Leitlinien ergab ein sehr gutes Ergebnis. Auch eine Bewohnerbefragung spiegelte das gute Essen wider.
Erfolgreich kommunizieren
Auf den Webseiten der Einrichtung wurde das Thema Verpflegung mit aufgenommen, um die Öffentlichkeit besser über die Frischeküche zu informieren.
Nach dem Motto: „Tue Gutes und sprich darüber“ wird die hauseigene Küche jetzt auf der Startseite beworben.
Coach: Silvia Hilger
Betreuungszentrum Wasserburg GmbH
Anton-Woger-Straße 1
83512 Wasserburg
Internetauftritt
Salberghaus
Das Salberghaus ist eine pädagogische Facheinrichtung mit dem Schwerpunkt der Betreuung, Therapie, Förderung und Hilfe für Kinder. Das Angebot vor Ort in der Einrichtung oder durch ambulante Erziehungshilfe richtet sich dabei überwiegend an Kinder von null bis sieben Jahren und ihre Familien.
Die Küche im Salberghaus kocht täglich frisch für ca. 100 Kinder im eigenen Haus und liefert zusätzlich 240 Mittagessen an Kindertageseinrichtungen in der Umgebung.
Ziele, Herausforderungen und Lösungen
Rahmen gestalten
Die Einrichtung möchte ein einheitliches Verpflegungsleitbild gestalten, welches sowohl die Mittagsverpflegung in der Küche als auch die Verpflegung in den einzelnen Gruppen festlegen soll. Dort werden die Werte und der Ablauf der Verpflegung bestimmt. Das Verpflegungsleitbild soll in den verschiedenen Gruppen den Pädagogen als Grundlage dienen, auf der sie Ihre Arbeit aufbauen können. Ebenfalls soll die Ernährungskompetenz der Pädagogen gefördert werden, damit sie Ernährungsbildungsmaßnahmen in den Gruppen besser durchführen können.
Lösung
Ein Verpflegungskonzept wurde für die Einrichtung erstellt und steht für jeden zur Verfügung. Ernährungsbildungsmaßnahmen werden kontinuierlich in der Einrichtung durchgeführt.
Bei der Teilnahme am Kita-Aktionsprogramm vom AELF-Ebersberg-Erding wurden viele Anregungen und Ideen zur Ernährungsbildung mitgenommen.
Ausgewogen verpflegen
Die Mittagsverpflegung soll gesundheitsförderlich für die Kinder im Haus und außerhalb des Hauses abgestimmt werden. Gegebenenfalls soll eine gesündere Auswahl bei der Bestellung des Frühstücks, Zwischenverpflegung und Abendessen gewährleistet werden.
Lösung
Die Mittagsverpflegung wurde an die Qualitätsstandards der Bayerischen Leitlinien angepasst, um die belieferten Einrichtungen gesundheitsförderlich verpflegen zu können. Von Montag bis Freitag wird nur noch ein Fleischgericht angeboten, Dafür wird dann wieder Fleisch am Wochenende angeboten, um es für die Kinder in der eigenen Einrichtung passend zu machen.
In einer Team-Besprechung mit den Pädagogen und den Verpflegungsverantwortlichen wurde ein besonderes Augenmerk auf ein gesundes Frühstück und eine gute Zwischenverpflegung gelegt. Das Bewusstsein der Pädagogen für eine gesunde Ernährung und bewusste Lebensmittelbestellung wurde zusätzlich gestärkt.
Verantwortungsvoll einkaufen
Damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden, sollen die Bestellungen der Gruppen bei der Küche angepasst werden. Der Fokus liegt dabei auf der Verständlichkeit des Bestellverfahrens, um zu verhindern, dass zu viel bestellt wird.
Lösung
Das Lebensmittelsortiment, welches von den Pädagogen bestellt werden kann, wurde besser abgestimmt und verändert. Zukünftig wird der neue Küchenleiter das Angebot weiter überprüfen, welche Lebensmittel zu welchen Mengen vorrätig sein müssen. Der Küchenleiter steht dafür mit den Pädagogen im engen Austausch.
Erfolgreich kommunizieren
Der Austausch zwischen der Küche und den Gruppen soll durch eine gemeinsame Veranstaltung angeregt werden. Im Rahmen dessen sollen verschiedene Maßnahmen erarbeitet werden, die interne Prozesse optimieren, um z.B. Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Gleichzeitig soll auch an einem Feedbacksystem gearbeitet werden.
Lösung
Der Küchenleiter besucht regelmäßig die Wohngruppen und holt sich direkt Feedback. Die Pädagogen sind auch jederzeit in der Küche willkommen, um die Verpflegung zu besprechen.
Coaches: Simon Bitzer und Silvia Hilger
Salberghaus
Theodor-Heuss-Str. 20,
85640 Putzbrunn
Internetauftritt
Augustinum Wohnstätten
Das Essen in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen soll gesundheitsförderlich, wertschätzend, nachhaltig und wirtschaftlich sein. Für die Essensgäste in den Einrichtungen ist die Verpflegung ein Wohlfühl- und Gesundheitsfaktor. Aktuell erarbeiten drei Coachingteilnehmer gemeinsam, wie dies erfolgreich umgesetzt werden kann.
Das Angebot der Augustinum Wohnstätten richtet sich an Erwachsene mit vorrangiger geistiger oder seelischer Behinderung. Ob in der eigenen Wohnung oder in den Wohnstätten wird je nach Bedarf Beratung, Begleitung und praktische Hilfestellung im Alltag angeboten. In 15 Wohnstätten an 10 Standorten werden rund 300 Personen betreut.
Die Wohnstätte am Geflügelhof (Hollern) in Unterschleißheim wird im Coaching begleitet.
Ziele, Herausforderungen und Lösungen
Rahmen gestalten
Die Hausleitung wird zusammen mit der Verpflegungsbeauftragten ein Verpflegungsleitbild erstellen. Die Verpflegungsgrundsätze im Haus Hollern werden definiert, somit wird die gesundheitsförderliche Verpflegung der Bewohner in den einzelnen Wohngruppen sichergestellt. Bei der Erstellung werden die Mitarbeiter einbezogen, damit das fertige Konzept von allen mitgetragen wird.
Ebenfalls wurde und wird die Ernährungskompetenz der Pädagogen gefördert, indem diese an verschiedenen Veranstaltungen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten teilnehmen.
Zudem werden in den Gemeinschaftsbereichen künftig Aufsteller, etwa mit der Ernährungspyramide, für die Bewohner sowie für Mitarbeitende sichtbar platziert.
Ausgewogen verpflegen
Das Verpflegungsangebot soll ausgewogen und gesundheitsförderlich für die Bewohner im Haus gestaltet werden. Durch eine gemeinsame Veranstaltung (Team Tag) im Haus Hollern wurde das Ernährungsbewusstsein der Mitarbeiter geschult. Hierbei wurde der Blick unter anderem auf den Bedarf und die Bedürfnisse der Bewohner gelegt.
Eiweißreiche, pflanzliche Gerichte für die Verpflegung wurden vorgestellt und gemeinsam zubereitet. Diese werden fortan in das Verpflegungsangebot integriert, um ein abwechslungsreiches Speiseangebot für die Bewohner zu gestalten.
Durch einen neu eingeführten Orientierungsplan ist ein abwechslungsreiches und vollwertiges Mittagessen nach den Qualitätsstandards der Bayerischen Leitlinien gesichert.
Verantwortungsvoll einkaufen
Um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, wurde die Einkaufsplanung angepasst. Es wird sowohl auf Verpackungsmüll bei den Lebensmitteleinkäufen geachtet sowie darauf ein Lebensmittelangebot zu schaffen, das eine ausgewogene und pflanzenbetonte Ernährung der Bewohner ermöglicht.
Erfolgreich kommunizieren
Der Austausch zwischen den Wohngruppen soll gestärkt werden.
Wie kann eine gewinnbringende Übergabe der Mitarbeiter im Schichtsystem erfolgen? Welche Gerichte wurden diese Woche schon gekocht? Welche Lebensmittel-Reste sind zum Verwerten noch übrig? Ist eine Reste-Börse sinnvoll?
Um diese Fragen zu klären, wurde während des Coachings ein Orientierungsplan eingeführt, so dass eine schriftliche Übergabe der bereits zubereiteten Gerichte in der Mittagsverpflegung gewährleistet ist. Dies ermöglicht eine gute Absprache bezüglich Speiseplanung und Einkauf zwischen den Mitarbeitenden verschiedener Schichten. Durch die Mitarbeitenden wird auch zwischen den Wohngruppen kommuniziert, ob und welche Lebensmittelreste vorhanden sind; Übriggebliebenes wird gezielt verwertet, um Abfälle zu vermeiden.
Coaches: Dorothea Kitzeder und Silvia Hilger
Augustinum Wohnstätten
Ratkisstr. 3
80933 München
Internetauftritt